Heimatmuseum der Kreisgemeinschaft Lötzen/Ostpreußen

Bericht von der Neueröffnung am 22. Juni 2013

 

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Die Stühle reichten nicht

Es waren gewiß nicht nur die versprochenen Kostproben vom Lötzener Baumkuchen, von Bärenfang und Krupnik, die zahlreiche Besucher zur offiziellen Einweihung des neuen Museumsstandortes der Lötzener letzten Sonnabend (22. Juni) lockten. Unübersehbar, unüberhörbar groß war das Interesse an der neuen Adresse für Archiv und Heimatmuseum der Kreisgemeinschaft Lötzen (Sudetenlandstr. 18 h); groß war und ist die Freude aller, hier nun - mit Hilfe der Patenstadt Neumünster – eine schönen Ausstellungsraum mit besonderer Atmosphäre erhalten zu haben, daneben einen guten und sicheren Raum für die Archivarbeit nutzen zu können (und weiteres Nebengelaß zur Verfügung zu haben).

Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zeichnete in seiner kurzen Ansprache noch einmal den langen und komplizierten Weg nach, der von der leider unumgänglichen Kündigung der Räume am alten Standort über die Suche nach Alternativen hin zu dieser Lösung geführt hat. Zahlreiche Vertreter der gerade wenige Tage zuvor sich zur konstituierenden Sitzung zusammengefundenen Ratsversammlung waren ebenfalls anwesend, darunter die Frauen, die sich der Lötzener Sorgen besonders angenommen hatten: Sabine Krebs, Helga Bühse, Babett Schwede-Oldehus, Sighild Klamt (alle CDU).

Lötzens Kreisvertreter Dieter Eichler äußerte sich sachlich und dankbar, während die verantwortliche Betreuerin des Lötzener Archivs und Heimatmuseums, Ute Eichler, einen Vergleich fand, der die Anwesenden schmunzeln ließ: Sie verglich die Hoffnung auf das Weiterbestehen von Archiv und Heimatmuseum in der Patenstadt mit dem Wunsch nach einem Kind. Der einstimmige Beschluß der Ratsversammlung am 28. August 2012 war der Tag der Empfängnis! Neun Monate später, am 25. Mai 2013, fand die Geburt statt (erster Öffnungstag für Nachbarn und alle Interessierten); heute würde die Kindstaufe begangen werden. Alle Anwesenden forderte sie auf, mit dazu beizutragen, daß dieses Kind sich gesund und kräftig entwickeln könne, heranwachsen und daß ihm ein langes Leben in der Patenstadt beschieden sei.

Die Besucher ließen sich nicht lange nötigen, den frischen Lötzener Baumkuchen zu probieren und mit honighaltigen Getränken auf eine gute Zukunft anzustoßen. Den weitesten Weg hatte Bernd Sawatzki aus Eggersdorf bei Berlin zurückgelegt, doch waren auch Gäste aus Wohltorf und Aumühle, aus Hamburg und Harburg, aus verschiedenen Orten Schleswig-Holsteins gekommen, vor allem jedoch in der Patenstadt wohnende und darunter interessierte Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, aus der Böcklersiedlung.

Insgesamt haben an diesem besonderen Tag mehr als 80 Menschen das Gebäude in der Sudetenlandstr. 18 h besucht. Davon blieben 42 als Zuhörer zur am Ende dieses Öffnungstages angebotenen Veranstaltung „Geschichten aus der Geschichte“. Die Stühle reichten nicht! Dieter und Ute Eichler trugen im Wechsel die „Lebensgeschichten“ von vier Exponaten, die sich in der Lötzener Sammlung befinden, vor: Die besondere Weg- und Bewahrgeschichte eines Reservistenkruges, die eines alten aus Königsberg stammenden Koffers, die einer Silberschale aus Lötzen und die eines einfachen Blattes Schreibpapier mit der Überschrift „Mein  letzter Wille“. Die Resonanz der konzentriert zuhörenden Anwesenden war so positiv, daß weitere „Geschichten aus der Geschichte“ folgen werden und auf diese Weise – vielleicht – ein ganz besonderer „Führer durch die Lötzener Heimatsammlung“ entstehen kann.

                                                                                                                                                   Ute Eichler, 24. Juni 2013
 

Kontakt:
Ute Eichler
Bilenbarg 69
22397 Hamburg
Tel.: 040/6083003
Fax.: 040/60890478
Email: KGL.Archiv@gmx.de






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Heimatmuseum_07













Doppelschild Patenschaft
      am Stadteingang