Aktuelle Themen rund um die Kreisgemeinschaft Lötzen

 

Thema #1: Carl Knauf im Lötzener Museum

Thema #2: Die Kreisgemeinschaft Lötzen e.V. trauert um ihren Vorsitzenden Dieter Eichler

Thema #3: Versunkene Welt Ostpreußens - Ausstellung

Thema #4: Burgen des deutschen Ordens in Deutschland und Europa

Thema #5: Bücher aus 100 Jahren

Thema #6: Masuren - Weite und Heimlichkeit - Werke ostpreußischer Künstler im Lötzener Museum

Thema #7: Ein Licht aus Ostpreußen - Grafische Arbeiten der Lieselotte Plangger-Popp im Lötzener Museum

Thema #8: Wieder im Licht: Lieselotte Plangger-Popp - Eine Ostpreußische Grafikerin

Thema #9: Ausstellungseröffnung: “Die Kurische Nehrung mit Maleraugen”

 

Thema # 1:
Carl Knauf im Lötzener Museum

Mutig haben die Macher der Ausstellung sie „Carl Knauf – ein unvergessener Maler der Künstlerkolonie Nidden“ genannt. Ihn als einen beinah vergessenen Maler zu bezeichnen  würde es – das haben die Gespräche mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung am 24. März ergeben – eher treffen. Doch gegen das Vergessen läßt sich etwas tun.
Neunzehn Arbeiten des Künstlers Knauf, überwiegend im „Kofferformat“, sind nun für fast vier Monate im schönen Ausstellungsraum der Kreisgemeinschaft Lötzen in ihrer Patenstadt Neumünster zu sehen. Neben den Ölgemälden, die überwiegend Motive der Kurischen Nehrung zeigen, hängt ein Aquarell, das eine Szenerie der Stadt Memel abbildet. Alle hier gezeigten Werke sind vor Ort in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden.
Knauf, der kein Ostpreuße war, sondern aus Godesberg kam, hatte Ostpreußen, vor allem Königsberg und dann die Kurische Nehrung für sich im und nach dem Ersten Weltkrieg entdeckt. Sein Lieblingsort wurde Nidden. Auch wenn er sich der Geselligkeit der Künstlerkollegen verschloß, die dieses Fischerdorf und mehrheitlich auch gern das Gasthaus Blode dort besuchten – er gehörte zu den wenigen, die sich in Nidden ein Haus bauen ließen. Sein 1931 bezogenes schönes Holzhaus ist heute noch vorhanden, gar nicht weit vom Thomas-Mann-Haus steht es. Sein Grab auf dem Niddener Fischerfriedhof ist seit drei Jahren wieder mit einem Holzkreuz gekennzeichnet. Knauf war 1944 im Alter von nur 50 Jahren in Nidden verstorben.
War er als Mensch ein Einzelgänger, so ist auch das von ihm geschaffene Werk keiner Strömung anderer der Künstlerkolonie Nidden zuzurechnenden Maler zu vergleichen. Er pflegte einen „eigenen“ Realismus. Das, was von seinem Werk erhalten geblieben ist, spricht heute nicht nur durch die Motive, sondern auch wegen der verwendeten Farben an. Farbe und Form stehen in jedem seiner Bilder in Harmonie.
Alle jetzt in Neumünster gezeigten Werke sind Leihgaben aus Privatbesitz. Dr. Bernd Schimpke, Hamburg, hat Anfang der 1990er Jahre die Kurische Nehrung für sich entdeckt und fast gleichzeitig – welch glücklicher Zufall – die ersten zwei Gemälde von Knauf, die in Memel (Klaipeda) angeboten wurden. Dank Schimpkes Sammlertätigkeit ist jetzt ein Bestand an Knauf-Werken zusammengekommen, der ermöglicht, den Künstler und sein Werk in das Bewußtsein einer in der Regel an Nidden und der Kurischen Nehrung als Landschaft voller Besonderheiten interessierten Öffentlichkeit zu holen. Ab Ende April 2018 wird die zweite Hälfte der Knauf-Gemälde aus der Sammlung Schimpke im Heimatmuseum Eckernförde gezeigt werden.
Zur gut besuchten Ausstellungseröffnung in Neumünster sprach Dr. Jörn Barfod, Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg, über das Schaffen des Carl Knauf und dessen Einordnung in die Künstlerkolonie Nidden.
Bernd Schimpke gab Auskünfte, wie es ihm gelungen ist, nicht nur Werken des Künstlers Knauf auf die Spur zu kommen, sondern auch, auf welche Weise er Informationen von Zeitzeugen über das zurückgezogene Leben des Malers erhielt. Noch leben einige wenige Menschen, die Knauf kannten. Bis heute aber gibt es kein Foto, das uns eine Vorstellung vermitteln könnte, wie Knauf aussah.
Bernd Schimpkes zweites Buch „Künstlerkolonie Nidden – eine Landschaft voll Licht und Farbe“ ist schon allein durch die große Zahl von Abbildungen ein prachtvolles, auch inhaltlich reiches Werk geworden. Die Besucher der Ausstellung können auf diese Weise alle gezeigten Bilder und darüber hinaus viele Informationen mit nach Hause nehmen.
Nebenbei: Die Altersspannbreite der Besucher am Eröffnungstag betrug 85(!) Jahre. Wenn das nicht hoffen läßt, dass Carl Knauf doch noch „ein unvergessener Maler der Künstlerkolonie Nidden“ wird?!
                                                                                                                                                                         Ute Eichler

Thema #2:
Die Kreisgemeinschaft Lötzen trauert um ihren Vorsitzenden
Dieter Gerhard Eichler, geb. 14.06.1934 in Insterburg, gest. 10.01.2018 in Hamburg


Er verlebte seine Kindheit bis zum 20. Januar 1945 in den Kreisen Lötzen, Johannisburg und Osterode/Ostpreußen.

Später war er 40 Jahre im Hamburger Schuldienst tätig, davon 30 Jahre als Rektor der Schule Bonhoefferstraße (Billstedt) und – gleichzeitig – 25 Jahre als Leiter der Hamburger Freiluftschulen.

Lange Jahre war er Mitglied unserer Kreisgemeinschaft und übernahm ab 2010 Verantwortung mit der Übernahme des Amtes des Kreisvorsitzenden.

Seine regelmäßigen Besuche in Ostpreußen bewiesen stets seine Verbundenheit und Treue zur Heimat und waren gleichzeitig ein Brückenbau in die alte Heimat. Er initiierte und förderte den kulturellen Austausch, weckte bei den Bewohnern der Stadt Lötzen und vieler Gemeinden des ehemaligen Heimatkreises das Interesse für das gesamtdeutsche Kulturerbe und die gemeinsame Geschichte.

Zu den aus der Heimat Vertriebenen hielt er in vielen persönlichen Gesprächen engen Kontakt, dabei hat er den Zusammenhalt der Gemeinschaft in den Vordergrund gestellt. Besonders wichtig waren ihm der Erhalt des Lötzener Archivs und der Heimatsammlung in der Patenstadt Neumünster.
Er hinterlässt uns eine gut organisierte und funktionierende Kreisgemeinschaft die auf eine lange Zukunft ausgerichtet ist.


Mit seinem Tod verlieren wir neben einem Zeitzeugen und engagierten Mitstreiter ein wertvolles Mitglied unserer Gemeinschaft.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ute Marie Eichler sowie der Familie.

Dankbar werden wir uns seiner erinnern!

Im Namen der Kreisgemeinschaft Lötzen

Dieter Arno Milewski                                                    Bernd Sawatzki
Vorstandsmitglied                                                         Vorstandsmitglied


 

Thema #3:
Ausstellung - Versunkene Welt Ostpreußens - Eduard Bischoff und seine Holzschnittfolgen “Ostpreußen”

Der Maler und Grafiker Eduard Bischoff (1890 - 1974), Schüler und von 1936 bis 1945 Lehrer der Königsberger Kunstakademie, gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg in der alten Bundesrepublik zu den führenden Künstlern, die die Tradition der ostpreußischen Kunst fortsetzten.
Wie alle seine Berufsgenossen aus den Ostgebieten hatte er fast sein ganzes vor 1945 geschaffenes Werk eingebüßt, dazu seine Heimat und alle Verbindungen, auf die ein Künstler, der vom Verkauf seiner Arbeiten leben muß, besonders angewiesen ist. Einerseits mußte er sich mit modernen Stilrichtungen auseinandersetzen, wieder Fuß fassen, neue Verbindungen anknüpfen oder alte wiederfinden. Gleichzeitig verarbeitete er seine Erinnerungen und gestaltete frühere Motive in neuem Stil.
In drei Folgen großer Holzschnitte mit dem thematischen Titel „Ostpreußen“ zog er zwischen 1956 und 1965 Bilanz seines Kunstschaffens in ostpreußischen Motiven. Diese trafen vielfach die Erinnerungen der ostpreußischen Erlebnisgeneration. Er zeigte Bilder aus dem Land, das die meisten von ihnen so oder so ähnlich in ihrem Herzen hatten.
Da war vor allem die Landschaft mit Bauern und Fischern, mit Pferden und Elchen. Mit diesen Motiven verband Bischoff die Thematiken Jugend und Alter, Wachsen und Vergehen, Saat und Ernte sowie die traumatischen Erlebnisse von Flucht und Heimatverlust. Das dabei längst nicht alles rückwärtsgewandt war, zeigt die Tatsache, dass der Künstler eine Technik einsetzte, die er vor 1945 nicht genutzt hatte. Der Holzschnitt war für ihn ein künstlerisch neuer Weg. Das Erinnerte sollte in einem Stil der neuen Zeit ausgedrückt werden.
Im Begleittext zur ersten Holzschnittfolge schrieb Willi Drost, letzter Museumsdirektor in Danzig vor 1945, etwa 1960 u.a.„Während der Zeit von 1952 bis 1960 führte Eduard Bischoff zehn ungewöhnlich umfangreiche Holzschnitte aus, die Ostpreußen darstellen, wie es im Herzen des Künstlers weiterlebt und sich im Laufe von fünfzehn Jahren im Exil zu Vorstellungen von symbolischer Kraft verdichtet hat …
Kein gewolltes, sondern langsam gewordenes Bekenntnis liegt hier vor. Das macht die Blätter so wertvoll, dass der Künstler mit ihnen zugleich ein Fazit seines Strebens und Könnens niedergelegt hat. Er war 66 Jahre alt, als er die ersten Holzstöcke dazu schnitt. Doch reichen die Wurzeln weit zurück. Eindrücke aus dem Beginn seines Schaffens wirkten nach, Skizzen aus den Jahren 1926 bis 1945 von der Kurischen Nehrung, Masuren, Trakehnen, schließlich die Flucht aus der Heimat, wurden benutzt …
Sämtliche Holzschnitte stehen im Zeichen dieser Auseinandersetzung: auf der einen Seite überzeugender Wirklichkeitsgehalt, auf der anderen Vereinfachung der Konturen und Drücken des Gegenständlichen in die Fläche bis zur groß-dekorativen Wirkung. … Einige Blätter verwenden nur die Schwarzplatte. Auf den anderen besorgte der Künstler eigenhändig die farbigen Unterdrucke und ließ den zünftigen Drucker nur die Schwarzplatte darüber legen.
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Thema #4:
Unter dem Titel „Auf den Spuren des Deutschen Ordens in Deutschland und Europa“ gab es eine thematisch ähnliche Ausstellung in 2014 im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen/Bayern zu sehen. In Neumünster nun, im Ausstellungsraum des Heimatmuseums der Kreisgemeinschaft Lötzen, werden aus der großen Bilderserie, die Reinhard Bergmann zu dieser Thematik geschaffen hat, 30 Gemälde gezeigt, die Burgenbauten des Deutschen Ordens darstellen.

Wer ist der Künstler, der mit seinen Werken nicht nur einen Bestandteil der deutschen Geschichte veranschaulicht, sondern damit auch architektonische Besonderheiten der Stilepochen der Romanik und Gotik, der Renaissance und des Barock?
Reinhard Bergmann wurde 1950 in Warnemünde geboren. Nach Schulabschluß, einer Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk und Wehrdienst, war er einige Jahre Leiter der Zentralen Ausbildungsstätte für Schrift und dekorative Gestaltung des Bezirkes Rostock. Seine Lehrer auf künstlerischem Gebiet waren u. a. Prof. Armin Münch, Rostock, und Prof. Armin Buggel, Heiligendamm. Reinhard Bergmann lebt seit 1987 in Weißenfels. Ab 1990 übernahm er Lehraufträge in Stilkunde, Farbenlehre und Gestaltung, seit 2008 widmet er sich ausschließlich seiner bildkünstlerischen Arbeit, bevorzugt zu historischen Themen.
Die Idee für die Ausstellungsserie „Architektur der Ritterorden“ kam Reinhard Bergmann auf einer Israel-Reise im Herbst 2011. So entstanden Gemälde, die die Gründungsstätten der geistlichen Orden in Jerusalem zeigen. Zusammen mit den bereits im Fundus des Künstlers vorhandenen Werken umfaßt die Motiv-Zusammenstellung jetzt über 400 Einzelbilder, die noch erhaltene Burgen, Schlösser, Kirchen, Kapellen, Komtureien und Ordenssitze der drei größten geistlichen Ritterorden des Mittelalters darstellen – die der Templer, der Johanniter und des Deutschen Ordens. Reinhard Bergmann war in den vergangenen Jahren so produktiv, dass alle drei Orden als separate Präsentation gezeigt werden können.
Für ein ostpreußisches Heimatmuseum wie das der Lötzener in ihrer Patenstadt Neumünster ist es glücklichen Umständen zu verdanken, eine Auswahl von „Burgen des Deutschen Ordens“ ausstellen zu können. Der Schwerpunkt dieser Zusammenstellung liegt auf jenen Bauwerken, die auf den Territorien Pommerns und West- und Ostpreußen entstanden. So wird großformatig die Marienburg zu sehen sein, werden z. B. Frauenburg, Heilsberg, Liebemühl gezeigt, Burg Rehden und Burg Gollub, die Neidenburg und  - extra für diese Ausstellung gemalt – das „Lötzener Schloß“.
Zur Ausstellungseröffnung am 20. August (15.30 Uhr) wird der Künstler anwesend sein. Einen Kurzvortrag zur Geschichte des Deutschen Ordens hält Dr. Manuel Ruoff, Historiker, aus Hamburg. Weshalb sich Reinhard Bergmann den Beinamen „der Orangemaler“ gegeben hat, wird sich den Besuchern rasch von selbst erschließen. Der Künstler steht am Tag der Ausstellungseröffnung jedoch für Fragen und zum Gespräch zur Verfügung.
Seine Werke sind in Neumünster bis einschließlich 20. November 2016 zu sehen. Zur Ausstellung gibt es ein Faltblatt, ebenfalls ist eine Broschüre mit Gemälde-Abbildungen Reinhard Bergmanns erhältlich.
                                                                                                                                                                                 Ute Eichler

Thema #5:

Bücher aus 100 Jahren

Das siebte Jahr in Folge bietet das Lötzener Heimatmuseum in der Patenstadt Neumünster einen Buchmarkt unter der Bezeichnung „Bücher aus 100 Jahren“ an. Wenn sich in der Sudetenlandstraße 18 H (Böcklersiedlung) am dritten Sonnabend im Monat Juli um 10 Uhr die Türen öffnen, werden Bücherfreunde wieder voll auf ihre Kosten kommen. Fleißig ist von den Betreuern des Lötzener  Archivs und Heimatmuseums in den vergangenen Monaten gesammelt worden: Im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Familie und in der Nachbarschaft, und auch der private und viel zu umfangreiche Buchbestand wurde in den Wintermonaten gründlich auf Verzichtbares durchforstet. Hinzu kommen Dubletten aus Bücherspenden, die nicht dem Lötzener Buchbestand zugeordnet werden konnten. So ist wieder eine bunte Mischung zusammengekommen: Sachbücher, vor allem zu geschichtlichen und heimatkundlichen Themen, aber auch über Kunst und Religion, finden sich neben Belletristik, von Klassikerausgaben über Lyrik hin zu Kinderbüchern. Das älteste Buch, das dieses Mal angeboten wird, wurde 1838 gedruckt: „Der Cavalier auf Reisen im Jahr 1837“! Die jüngsten Bücher sind Taschenbücher, die im vergangenen Jahr erschienen sind. Alle Bücher sind in einem neuwertigen Zustand! Nur diejenigen, die bereits Jahrzehnte alt sind, tragen mitunter altersbedingte Abnutzungsspuren. Die Mehrzahl der Bücher wird – hoffentlich – für wenig Geld den Besitzer wechseln; nur im Ausnahmefall wird für besonders gestaltete oder seltene Bücher der Betrag von vier oder fünf Euro erbeten. Der Erlös der Buchmarktes kommt der Museumsarbeit zugute. Der Lötzener Ausstellungs- und Veranstaltungsraum ist an diesem Sonnabend bis 16 Uhr geöffnet. Den Besuchern bietet sich ein letztes Mal die Gelegenheit, die Kunstwerke der Sonderausstellung „Weite und Heimlichkeit – die Landschaft Masurens in Werken ostpreußischer Künstler“  (überwiegend Leihgaben des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg) zu betrachten.
 

Thema #6:
Masuren - Weite und Heimlichkeit
Die Landschaft Masurens in Werken ostpreußischer Künstler im Heimatmuseum

„Im Süden Ostpreußens, zwischen Torfmooren und sandiger Öde, zwischen verborgenen Seen und Kiefernwäldern waren wir Masuren zu Hause“, so beginnt Siegfried Lenz seine „Diskrete Auskunft über Masuren“, seine Heimat.
Erst spät wurde die Landschaft Masurens von Künstlern entdeckt, lange nach den Gegenden der samländischen Steilküste oder der dünenreichen Kurischen Nehrung. Masuren, vom Zentrum Ostpreußens, Königsberg, entfernter gelegen und auch nicht so gut erreichbar, kam erst mit den Kämpfen zu Beginn des Ersten Weltkriegs, 1914 und 1915, in das allgemeine Bewußtsein. Diese und die Volksabstimmung nach dem Versailler Vertrag 1920 ließen in der Folge den Reiseverkehr in den Süden und Südosten Ostpreußens zunehmen. Heute ist Masuren ein beliebtes Touristenziel, das manchem vielleicht sogar gleichbedeutend für ganz Ostpreußen steht.
Mit der „Entdeckung Masurens“ in den 1920er Jahren wurden auch einige Künstler in diesem Landstrich seßhaft. Der in Salpia (Kreis Sensburg) 1887 geborene Robert Hoffmann (-Salpia) war als Lehrer 1925-1945 in Seedranken (Kreis Treuburg) tätig, der aus Köln gebürtige Julius Freymuth (1881-1961) lebte in den Jahren um 1925-27 in Froniken (Kreis Treuburg), der aus Johannisburg gebürtige Maler Ernst Rimmek (1890-1963) lebte und arbeitete in Jakunowken (Kreis Lötzen) 1929-37. In Widminnen, Kreis Lötzen, war bis 1945 der Bildhauer Paul Koralus (1892-1991) zu Hause, von dem in dieser Ausstellung einige Skizzen und Pastelle zu sehen sind. Der seit 1955 als Kunstpädagoge in Weimar tätige Gerhard Wendenhorst (1922-2008) blieb der Heimat seiner Jugendjahre im Kreis Angerburg auch als Maler zeitlebens eng verbunden.
Die vor dem Zweiten Weltkrieg in Masuren tätigen Maler waren fast alle an der Königsberger Kunstakademie ausgebildet worden. Sie zogen von dort andere Künstler mit in die charakteristische Landschaft Masurens. Hier fand sich zwar nicht die Fülle an dramatischen Motiven wie z. B. die größten Dünen Europas auf der Kurischen Nehrung oder die hohe Steilküste des Samlandes. Doch wußten die Maler die idyllische Besonderheit der Felder, Seen und Wälder zu schätzen und in ihren Werken festzuhalten. Sie bildeten auch die Bauern und ihre Arbeit, das Vieh und den
Anblick der Dörfer ab.
So sind außer den bisher genannten Künstlern in der für diese Ausstellung vorgenommenen Zusammenstellung auch Eduard Bischoff, Robert Budzinski, Artur Degner, Karl Kunz, Oskar Gawell, Ottilie Ehlers-Kollwitz, R. H. Krauskopf und Bruno Ludat vertreten. Von Prof. Carl Scherres stammt das in seiner Stimmung an Caspar David Friedrich erinnernde Motiv „Masurische Seenlandschaft im Mondlicht“, das auch für das Ausstellungsplakat ausgewählt wurde. Alle Werke (bis auf Koralus aus dem Bestand der Lötzener Heimatsammlung) sind Leihgaben aus dem Ostpreußischen Landesmuseum, Lüneburg.
Den Besucher erwarten Bilder aus der Vergangenheit, die jedoch überwiegend das nicht Vergangene, das Unvergängliche abbilden: „Masurische Landschaft“, „Masurischer See“, „Häuser am Masurensee“, „Regen über Lyck“, „Niedersee“, Treuburger See“, „Bunelka – Landschaft bei Lyck“, Lötzen mit Schloß und Kanal“, „Dorf in Masuren“ … so einige der Bildtitel. Es werden Ölgemälde, Aquarelle, Grafiken und Zeichnungen ausgestellt aus einer Zeitspanne, die nahezu 100 Jahre umfaßt.
Zur Einstimmung in die Thematik mag die lyrisch-wortmalende Landschaftsbeschreibung dienen, die Eugen Kurt Fischer, Redakteur der Hartungschen Zeitung in Königsberg, 1927 in der Einleitung zu einem Band Masuren-Zeichnungen von Julius Freymuth formulierte:
„Zart umkantet ragt auf welligem Hügel hinter dem Dorf eine Mühle mit weitgebreiteten Flügeln, ohne Regung, schwarzbauchig im Licht und darüber taucht aus dem bläulichen Schimmer weiß die Sichel des Monds. Drüben am anderen Ufer heben sich rundliche Hügel im Schatten, braun und in rötlichem Blau, tief dunkel umkantet, die Bäume olivgrün. Weiß, gelb, rot, so glühten die Dörfer im sinkenden Leuchten. Und dem gewendeten Blick bot sich der schwärzliche Wald, dunkle Borte, sonnübergoldet. Aber der Himmel färbte sich leis in vielerlei Farben, Rotblau verhauchte in Grün, aus dem das lichte Gelb wuchs und im Nichts sich verlor. Senkte sich wieder der Blick, so glitt er über ein Eiland, dicht voll Erlen und Weiden, von Schilfrohr ringsher umstanden, und ein Ruderer trieb den selbstgezimmerten Einbaum her vom Dorfe dem immer satteren Licht zu.“    
                                                                                                                                                           Jörn Barfod, Ute Eichler

Ausstellungseröffnung am 19. März 2016 um 15.30 Uhr.
 

Thema #7:
Ein Licht aus Ostpreußen -
Grafische Arbeiten der Lieselotte Plangger-Popp im Lötzener Museum


Gleich drei Wünsche haben sich mit dem Tag der Ausstellungseröffnung (25. Juli) für die Betreuer des Lötzener Heimatmuseums in der Patenstadt Neumünster erfüllt.
Die drei Wünsche waren: Viele zufriedene Gäste zu haben, endlich einmal Musik im schönen Ausstellungsraum erklingen zu lassen und vor allem: Aus dem Schaffen der Lieselotte Plangger-Popp Besonderes zeigen zu können.
Wohl noch nach keiner der vorangegangenen Veranstaltungen haben so viele Besucher (über 30) in diesem Maße übereinstimmend bekundet, dass der Veranstaltungstag rundum gelungen war. Der durch 40 Kunstwerke verwandelte Raum, der anschauliche Einführungsvortrag zu Leben und Werk der Künstlerin, die musikalische Umrahmung, das große Interesse derjenigen, die der Einladung gefolgt waren wie auch die schlichte Bewirtung, die praktiziert wurde – alles zusammen schuf einen harmonischen Nachmittag, der vielen in guter Erinnerung bleiben wird.
Der 1. Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Lötzen, Dieter Eichler, zitierte in seiner kurzen Begrüßungsansprache aus dem Buch von Rudi Didwiszus über „Lieselotte Plangger-Popp – Lebensstationen einer ostpreußischen Künstlerin“: „Lieselotte Plangger-Popp ist ein Licht unserer ostpreußischen Heimat. Mit ihrer Kunst hat sie vielen Menschen Helligkeit, Trost und Freude geschenkt. Ihre Arbeiten erwärmen und ergreifen uns. Und das ist und wird immer Sinn und Aufgabe der Kunst bleiben.“
Dr. Jörn Barfod, Kustos im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg, ist zu verdanken, dass diese Ausstellung für das Lötzener Museum möglich wurde. In seinem Vortrag wies er nach, wodurch Liselotte Plangger-Popp mit ihrem Können und ihrer Leistung zu den herausragenden aus Ostpreußen stammenden Grafikern zu zählen ist. Eindrucksvoll verknüpfte er Informationen über den Lebensweg der Lieselotte Plangger-Popp (1913 – 2002) mit der Darstellung ihres künstlerischen Werdegangs.
Die Ausstellung empfängt den Besucher mit vertrauten Motiven auf großformatigen Blättern: Marienwerder, Der Dom zu Frauenburg, St. Marien in Elbing, Herbststurm am Frischen Haff. Das Selbstbildnis, ein Farbholzschnitt von 1950, fordert auf zum Vergleich mit dem Selbstporträt, das 1943 als Linolschnitt entstand. Ein Holzstich aus dem Jahr 1942, „In einem masurischen Dorf“, im Format eines Briefmarkenblocks ist das kleinste der ausgestellten Werke und für manchen Betrachter nicht weniger eindrucksvoll als es die großen Holzschnitte und Lithografien, die Kreide- oder Rohrfederzeichnungen oder die beiden frühen Aquarelle sind.
Neben den zahlreich vertretenen Motiven aus der ostpreußischen Heimat der Künstlerin sind es zwei weitere Themenbereiche, die in ihrer Umsetzung überzeugen: Das Kriegsende mit Flucht und Vertreibungselend -  hier exemplarisch das Schicksal der Frauen in das Blickfeld gebracht – und Illustrationen zu literarischen Texten, zu Mathias Claudius, Agnes Miegel, Rainer Maria Rilke, nicht zu vergessen die herausragenden Holzstiche zu „Im Zauber der Kurischen Nehrung“, mit dem Text von Hansgeorg Buchholtz. Auch sind in der Ausstellung Beispiele zu finden für die Beherrschung der Kalligraphie durch Lieselotte Plangger-Popp.
Ob es die Künstlerin gefreut hätte, Musik von Händel und Mozart zu ihren Werken zu hören? Peter Göhring, Violine (Berlin) und Dr. Eckhard Schlemminger, Viola (Hamburg) gaben ihr Bestes zur Freude der Zuhörer. Der Ausstellungsraum des Lötzener Museums habe, so die Meinung der beiden Musiker, eine gute Akustik.
Für die kommenden vier Monate (bis 21. November) beinhaltet er eine nicht alltägliche, sehenswerte Ausstellung; einen Ausschnitt aus dem Werk einer ostpreußischen Künstlerin, die keinesfalls in das Vergessen geraten darf.
                                                                                                                                                                               Ute Eichler

Thema #8:
Wieder im Licht: Lieselotte Plangger-Popp - Eine Ostpreußische Grafikerin

Geboren wurde Lieselotte Popp 1913 auf Gut Karlsfelde im Kreis Marggrabowa (später: Treuburg) in Ostpreußen. Ab 1922 lebte die Familie bei, dann in Königsberg.
Nach dem Abitur besuchte Lieselotte Popp die Kunstschule in Königsberg. Sie absolvierte eine dreijährige Ausbildung in der Fachklasse für Gebrauchsgrafik. Es folgte eine zweijährige Tätigkeit im Verlag Gräfe & Unzer, danach in einem grafischen Verlag in Hannover. 1942 wurden ihre herausragenden Illustrationen (Holzstiche) zu „Im Zauber der Kurischen Nehrung“ veröffentlicht; Text von Hansgeorg Buchholtz.
Lieselotte Popp hatte eine ausgesprochene Begabung für die Druckgrafik. Dies beweisen vor allem ihre Linol- und Holzschnitte, ihre Holzstiche, aber auch ihre Lithografien und Radie-rungen. Hinzu kommen meisterliche Rohrfederzeichnungen. Den Eindruck des Gesamtwerks beherrschen jedoch die Holzschnitte. Dazu die Künstlerin selbst:
„Im Holzschnitt springt uns das gestaltete Erlebnis gleichsam an, es ist nicht still verhalten wie ein Aquarell, sondern es reißt uns in seinen Bann. Freilich gibt es auch Ausdrucksmöglichkeiten – besonders im Holzstich – die mit zarten Linien eine tiefe Innigkeit, eine sehn-suchtsvolle Stille und den herben Glanz der Selbstversenkung zeigen.“
Zur Zeit der Ausbildung Lieselotte Popps war der Holzschnitt hochaktuell. Die Expressionisten hatten sich stark mit ihm beschäftigt. Die Künstlerin erwähnt Ernst Barlach, Edvard Munch und Frans Masereel als anregend für ihr Werk.
Landschaften und Menschen der ostpreußischen Heimat waren die ersten Themenschwerpunkte im Schaffen Lieselotte Popps. Im feinen Holzstich, an altmeisterliche Art anknüpfend, ganz im Sinn der Neuen Sachlichkeit, gestaltete sie Szenen und Landschaften. Subjektiver und kräftiger waren ihre Illustrationen zu Dichtungen, z. B. zu Hölderlin, Storm, Sudermann, Rilke, Hesse. Agnes Miegel, die sie 1938 kennenlernte, blieb sie lebenslang verbunden.
Ab 1939 lebte Lieselotte Popp als Werkstattleiterin der Wagnerschen Universitätsbuchhandlung in Innsbruck. In den Jahren bis 1945 unternahm sie zwei Italienreisen, sie skizzierte in Südtirol für Buch- und Kalenderillustrationen, und sie beteiligte sich an Kunstausstellungen in München, Wien, Dresden und Königsberg. Ihre Ferien verbrachte sie in jedem Jahr in Ostpreußen, am liebsten auf der Kurischen Nehrung.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte der Künstlerin einen zweifachen Verlust, den der Eltern und den der Heimat. Dieses Schicksal spiegelt sich in ihrem Werk wider. Flucht und Flüchtlingselend werden in den Jahren ab 1945 zu beherrschenden Themen vieler Arbeiten.
Ab 1946 nahm Lieselotte Plangger ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste auf (von 700 Bewerbern wurden 40 angenommen). Der Lehrbetrieb fand in Haimhausen statt. Besonders durch die Professoren Schinnerer und Geiger wurde Lieselotte Popps künstlerische Entwicklung auf dem Gebiet der Grafik gefördert. In diese Zeit fielen auch die Kontakte zu zwei bedeutenden und aus Ostpreußen stammenden Grafikern: Gertrud Lerbs und Robert Budzinski.
1954 heiratete Lieselotte Popp den Bildhauer Hans Plangger, einen „echten Südtiroler“. Der Umzug von Bayern nach Bozen brachte für Lieselotte Plangger-Popp Anregungen und neue Motive. Sie hatte die Alpen schon in ihrer Innsbrucker Arbeitszeit erlebt und gestaltet. Nun jedoch gelangte sie zu freieren und großzügigeren Formen in ihrer künstlerischen Handschrift.
Nach dem Tod ihres Mannes 1971 führten sie Reisen durch viele Landschaften der Welt. Doch ihre erste Heimat blieb Ostpreußen, und diese Thematik durchzieht ihr ganzes Werk. Als ihr 1982 der Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen verliehen wurde, bekannte sie in ihrer Dankesrede: „Das Wort Heimat wird für mich immer auch das Wort Heimweh bein-halten.“
Lieselotte Plangger-Popp lebte seit 1983 in Meran, sie starb 2002, bestattet in Haimhausen.
                                                                                                                                                   Dr. Jörn Barfod, Ute Eichler
 

Thema #9:
Ausstellungseröffnung: “Die Kurische Nehrung mit Maleraugen”

                                Überwältigender Besucherandrang zur Ausstellungseröffnung

Selbst die Stehplätze wurden knapp – zum Auftakt der dritten Saison des Lötzener Heimatmuseums am neuen Standort in der Patenstadt Neumünster.
Mit der Sonderausstellung „Die Kurische Nehrung mit Maleraugen gesehen“, die am 21. März eröffnet werden konnte und bis einschließlich 18. Juli 2015 in dem 112 Quadratmeter großen Ausstellungsraum in der Böckler-Siedlung gezeigt werden wird, ist es gelungen, reges Besucherinteresse anzusprechen.
Sie alle kamen: Nicht nur die treuen Wiederkehr-Besucher aus Neumünster und Umgebung, sondern die auch an Kunst interessierten Gäste aus Breklum und Kiel, aus Rendsburg und Rickling (BdV-Ortsverband), aus Preetz und Bad Segeberg, aus dem Süden Hamburgs, aus Aumühle, Wohltorf und Geesthacht, aus Lüneburg und sogar aus Schneega. Und „Schlesien war auch hier!“ schrieb ein Besucher in das Gästebuch.
Ist denn Kurische Nehrung ein Zauberwort? staunte der Reporter der Kieler Nachrichten, Karsten Leng, und mußte erst einmal nachfragen, ob Nidden nun im russischen oder im litauischen Teil der Nehrung liegt.
Mit dem Gedicht „Nidden – Mein schönstes Dorf im weiten Erdenrund!“ (Fritz Kudnig) be-grüßte Ute Eichler, verantwortliche Betreuerin von Lötzener Kreisarchiv und Heimatsammlung die so zahlreich erschienenen Gäste. Sie dankte Agata Kern, der Kulturreferentin für Ostpreußen, für die von ihr organisierte Malreise auf die Kurische Nehrung (litauischer Teil) und überreichte ihr einen Bildband über den heute russischen Teil der Nehrung. Die Malreise im Juli 2014 nach Nidden war von der in Lüneburg ansässigen Künstlerin Gudrun Jakubeit begleitet worden. Nicht wenige Teilnehmer ihrer Malgruppe waren jetzt nach Neumünster gekommen, um die für die Ausstellung ausgewählten Ergebnisse dieser Malreise, die im Ostpreußischen Landesmuseum mit Passepartouts versehen und gerahmt worden waren, hier als Bestandteil, als die „moderne“ Hälfte der Bilderschau, zu sehen.
Der andere Teil der Bildauswahl setzt sich aus den Werken „alter Meister“ zusammen, Bilder von Künstlern, die entweder der Künstlerkolonie Nidden zuzurechnen sind oder die zeitweilig auf der Nehrung gemalt haben. Dies mache die Besonderheit dieser Ausstellung aus – darauf wies Dr. Jörn Barfod, Kustos am Ostpreußischen Landesmuseum, zu Beginn seines Einführungsvortrages hin. Jörn Barfod, der mit seinem Fachwissen zum Kunstschaffen in Ostpreußen, speziell seinem Wissen über die Künstlerkolonie Nidden, hätte sehr ins Detail gehen können, beschränkte sich jedoch, den Zuhörern einen gerafften Überblick über die Entstehung und Entwicklung Niddens als von Künstlern bevorzugten Ort zu geben. Er erinnerte an das Gasthaus Blode (Mollenhauer), an wiederkehrende Motive wie Dünenlandschaft oder Kurenkahn, er wies auf den „Elchmaler“ Kallmeyer hin, und er erläuterte den großen Kurenkahnwimpel, der jetzt für vier Monate als zur Thematik passender Blickfang im Aus-stellungsraum unter der Decke hängt – ein historisches Stück mit einer besonderen Geschichte.
„Ich möchte noch viel mehr über die Kurische Nehrung wissen.“ äußerte eine junge Frau, die die Ankündigung für diese Ausstellungseröffnung zufällig im „Holsteinischen Courier“ gelesen hatte. Kann es eine bessere Bestätigung über Sinn und Wirkung dieser Ausstellung geben? - „Wir werden die Angebote des Begleitprogramms dieser Ausstellung zum Wiederkommen nutzen.“ versicherten andere Besucher. Eine ältere Dame verabschiedete sich mit: „Ich möchte schon morgen wiederkommen.“ Fazit: Die Zusammenarbeit zwischen Kulturreferat Ostpreußen (Agata Kern), dem Ostpreußischen Landesmuseum (Dr. Barfod) und dem Lötzener Heimatmuseum in Neumünster (Ehepaar Eichler) hat Früchte getragen und wird noch weitere reifen lassen.
                                                                                                                                                                             Ute Eichler